ANNsichtssache

Besinnliches Chaos, Klappe die 2.

Der Advent – alljährlich eine wundersame, wunderbare und besinnliche, ruhige Zeit, in der Aufregung erst zu Weihnachten und in den letzten Stunden vor der Bescherung auftaucht (wenn man entdeckt, dass man die geplanten … oder ungeplanten Weihnachtsgeschenke, ups, ja immer noch nicht besorgt hat). Nun, wie dem auch sei, Ausnahmen bestätigen die Regel. Und bei mir scheint sich das in äußerst häufigen Ausnahmen zu bestätigen, denn wenn ich gedacht hatte, die Problemchen mit den Bahnen am Freitag waren schon alles, dann hatte ich eindeutig zu niedrig gegriffen. Nein, heute erwartete mich (leider größtenteils selbstverschuldet) ein neues Abenteuer :).
Nichtsahnend fuhr ich nicht gerade wenig beladen dahin, als mich auf dem Leipziger Bahnhof ein übelster Aufmarsch an Polizisten erwartete. Ich dachte in den Momenten an Terroranschläge, Bomben, Zugevakuierungen und stellte mir – rein hypothetisch die letzte Sinnfrage und ob ich mit meinem Leben im Moment zufrieden sein würde usw. :P Nun ja. Der Polizistenpulk – das sah ich dann – widmete sich einem scheinbar viel akuteren Missstand. Den Chemnitzer FC Fans, die gerade alle von einem Spiel zurück nach Karlmarxstadt wollten und dabei nicht nur viel Lärm und Alk, sondern auch sämtliche Freunde mitbrachten. So viele, dass der Zug scheinbar endlos lang und trotzdem vollgestopft bis zur letzten Stehlücke war. Adventskuscheln deluxe. In schwummriger, warmer Atmosphäre konnte man die Weihnachtszeit vorbeiwinken sehen und über die äußerst lustigen Witze der angetrunkenen CfC-Fans nur so lachen. …
Nachdem ich eine halbe Stunde an einem nicht günstigeren Platz an der Tür gestanden hatte, lichtete sich endlich das blauweiße Meer und ich bekam einen Platz. 10 Minuten vor Chemnitz bin ich in Gedanken nochmal durchgegangen, wie wo was ich nach der tollen Zugfahrt machen würde. Doch ich kam nicht weit, denn plötzlich fiel mir siedend heiß ein, dass iiiiiirgendwie mein Schlüssel NICHT im Gepäck war und ich ominöserweise ohne Schlüssel nicht in meine Wohnung könnte. Ups. Ja. Ich rufe also zu Hause an, blablabla, HILFE. Ich bleibe im gleichen Zug sitzen, bekomme noch ein paar mitleidige Blicke von anderen Fahrgästen, die meinen leicht hysterischen Anruf mitbekommen haben, und fahre den ganzen Weg wieder nach Hause. Wuhu. Aber ich hab es mit Humor genommen^^. Schließlich kann ich diesen Faux-Pas dieses Mal nicht der lieben Bahn zuschreiben, sondern ganz allein mir. Nützt ja nichts. ;) Manchmal ist es wahrscheinlich ganz gut, einen Fehler zu machen und aus den Konsequenzen zu lernen, ihn nicht wieder zu tun :P. Ich hoffe mal, das klappt.

Ein ähnliches Paradoxon der Besinnlichkeit ereignete sich am Freitag, als ich beim AdventureRock war. Ein super Konzert – d: projekt in abgewandelter Besetzung, Good Weather Forecast (haben mich zu einem erneuten CD-Kauf verleitet ;)) mit Ska, Reggae, Rock und kreativem Mischmasch und Freequency, die leider im nächsten Jahr aufhören (warum nur??!!). Sie haben alle total gerockt, wir konnten seit Langem mal wieder richtig abzappeln und Freequency haben meinen neuen Soziemlichfastlieblingsworship-Song „Happy Day“, der mich zur Zeit immer wieder verfolgt, gespielt – absolut toll! Besinnlich wurde es nach dem eigentlichen Konzert dann doch noch, denn d: projekt haben in einer Art Wohnzimmeratmosphäre ihre ruhigen Songs vom Sofakosmos-Album gespielt und mit uns „In der Weihnachtsbäckerei“ und ähnlich weihnachtliche Songs gesungen :). [Sehr geil, die Bäckerei :D]

So, der Tag war echt etwas schräg, deshalb werde ich den Eintrag hier auch beenden und euch noch einen besinnlichen oder was auch immer – schönen – 1.Adventsabend wünschen ;).

la piccola fiore

6 Comments

  1. da ist er schonwieder oô DER Satz… nagut, lässt sich nicht ändern :)
    Hauptsache das Concert war toll.

    Bilder und Videos…sicher *feix*

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