ANNsichtssache

Zelte aufbauen und abbrechen

Umziehen. Neues entdecken. Ja, es hat was. Und doch lässt man immer etwas Schönes, Erinnerungen oder lebendige Beweise zurück, die einen wissen lassen haben, dass man sich wohl gefühlt hat, da wo man gewohnt hat. In dem Umfeld, mit den Leuten. Vielleicht lässt man das eine oder andere Negative zurück, doch man wird bald merken, dass es überall Negatives und Positives zu finden gibt. Das Gute, das wir zurücklassen, wird uns meist besonders stark bewusst. Mit etwas Abstand zu der ganzen Sache oder vielleicht auch, wenn man gerade voll drin steckt, kann man in jedem Umzug aber auch ein wunderbares Potential entdecken, seinen eigenen Horizont erweitern zu können und seine Wurzeln nicht in Wohnungen, Häusern oder Städten zu schlagen, sondern zu wissen, dass man sie auch in tieferen Bereichen greifen lassen kann, die sich nicht verändern, wenn man umzieht.

Na gut, soviel zur Vorrede. :) Meine halbe Familie ist umgezogen und ich habe versucht, sie dabei etwas zu unterstützen. ;) Und da gerade Semesterferien sind, habe ich auch viele Möglichkeiten, selbst mitzuerleben, wie sich das Abbrechen von 20-jährigen Zelten und das Aufbauen der Neuen so anfühlen. Ungewohnt, natürlich. Aber wie schon angeklungen ist, hat es auch einen Hauch des Unentdeckten, von einer Welt, die erforscht werden will.
Umziehen hat auch seine amüsanten Seiten. Ich hab es ja schon im letzten Jahr bei meinem Umzug gemerkt, wie man Stunden damit zubringen kann, irgendwelche Sachen durchzublättern, anzuschauen und zu zerstören, die man von „früher“ gefunden hat. Zum Beispiel alte Schulsachen, die übersät sind mit Kommentaren wie „is‘ das ööööde“ und „was machst du am we?“. Oder wie ich – massenhaft Bilder, die ich als Kind gemalt habe und die heute nicht mehr alle so wahnsinnig umwerfend aussehen ;).

Und zum Glück sind meine Prüfungen dieses Semester schon so früh vorbei, denn so konnte ich meine gesamte Energie sammeln und immer, wenn Mami schrie, da sein und das einräumen, das saubermachen und und und und und … ;).
Amüsant war auch die Umzugsaktion an sich. Schränke (!) von Männern haben die wirklichen Schränke lockerflockig getragen und mit einem „Das hat doch gar keen Gewicht!“ abgetan. Und wir brechen uns einen ab beim Zusammenbauen von einem neuen Möbelstück. Ehm… Schraube A in Brett XY trifft auf Querbalken H mit Dübel B im Club Q =).

Und da alles grade noch etwas provisorisch abläuft, schreibe ich kurz diesen Eintrag. Ohne Internet kann ich immerhin noch Musik hören und (mehr schlecht als recht) schreiben. Und den Klängen der Gitarre meines Bruders lauschen. Natürlich parallel =).
Soviel dazu. Ich wünsche allen, denen es vergönnt ist, schöööne Ferien und einen wundervollen Sommer mit Sonne (… falls ihr sie nicht mehr kennt, das ist das große gelbe Dings da) !

La piccola fiore

[Aufgrund fehlenden Internetzugangs, wie schon angeklungen, veröffentliche ich den Eintrag erst heute ;). Deshalb könnte es sein, dass die Existenz der Sonne inzwischen schon wieder bestätigt ist! *juhu*)

4 Comments

  1. Dein Beitrag is mal wieder echt amüsant. Du hast talent simple Dinge total spannend u lustig zu beschreiben. Machmal will man eeeeendlos weiter lesen. Du solltest Kolumnen schreiben in ner Zeitung. Schick ma son Teil an die Freie Presse.

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