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ANNsichtssache

Paint it gold or give it away.

Der Papstbesuch in Deutschland ist vorbei.

Er war gezeichnet von viel Starrummel und Ereignissen, viele Menschen haben den Besuch von Ratzinger herbeigesehnt und sich davon etwas versprochen. Auch die Gegenseite blieb nicht ruhig, in den betroffenen Orten hatten sicher viele Leute zumindest mal einen Gedanken an unseren Benedikt verschwendet.

Auf youtube stolperte ich an diesem Wochenende über ein kurzes Interview vom zdf. Anders als sonst wurde dort ein Obdachloser in Freiburg nach seiner Meinung über den ganzen Pope-Hype gefragt.

Er antwortete ehrlich: Dem Papst wird Geld und Ruhm hinterhergeworfen, doch er selbst müsse diesen immer allein und ohne Hilfe der begeisterten Papstanhänger hinterherrennen.

Menschen, für die Jesus selber zum Helfer geworden ist, dürfen und sollen anerkennen, was er für sie ist- nämlich auf jeden Fall verehrungswürdig. Der Papst soll in der katholischen Kirche das Sprachrohr für Jesu Worte sein.

Doch Jesus selbst sagte auch noch, bevor er von der Erde ging, dass auch WIR, jeder Einzelne, ein Sprachrohr und vielmehr noch- die Hände und Füße von Jesus sein sollen. Und dass wir den Menschen, die von Anderen in dem ganzen Rummel und auch danach verlassen sind, arm, verschrien, gemobbt oder krank – dienen sollen. Mit anderen Worten: dass wir für die da sind, für die keiner da ist; wenn sich jeder nur um andere Dinge kümmert.

„Wahrlich ich sage euch: Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. […]Was ihr dem Geringsten meiner Brüder nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ (Matthäus 25, 40 + 45)

Alles schöne und gute Theorie, besonders, wenn man das schon oft gehört hat. Aber ich denke, besonders, wenn man selbst mal wirklich erlebt hat, wie Gott auch heute noch Wunder in einem persönlichen Leben tut, bekommt der Auftrag in dem Bibelvers einen anderen Charakter. Das Feuer, das in einem selbst brennt, das, was man selbst erlebt hat, muss man weitergeben, weil man gar nicht anders kann.

Mit leeren Händen ist jeder von uns auf die Welt gekommen, und alles, was wir jetzt unser Eigentum nennen dürfen, können wir auch wieder weitergeben. Egal, ob das materialistische oder andere Werte wie Zeit und Aufmerksamkeit sind. Ich denke, jeder weiß genau, wo er anfangen kann. Letztendlich liegt es an uns selbst, wie sehr wir unsere Welt verändern.

La piccola fiore

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