ANNsichtssache

Samuel Harfst – „Anders als du denkst“

[Etwas kürzer auch auf www.idealisten.net zu lesen =)]

Der Song „Anders als du denkst“ stammt aus dem neuen Album „Schritt zurück“, das Samuel Harfst in diesem September herausgebracht hat. Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Band, die als Straßenmusiker begannen, auch im säkularen Raum einen Namen gemacht. Mit dem Text, der tiefer gräbt, setzen sie nun ein klares Statement aus Jesu Sicht: Ich bin da und ich bin anders, auch wenn du es nicht glauben willst.

Musikalisch ist es getragen, melancholisch und untermalt von sanften Streichern, wenigen Pianoklängen und minimalem Schlagzeug. Dafür wiegt der Text schwerer: als unaufdringliche Liebeserklärung, die keine Erwiderung erwartet, jedoch auf eine Antwort drängt. Und diese kann ausfallen, wie es dir beliebt. Im Songtext heißt es, dass Jesus auch „ein Nein für alle Ewigkeit“ akzeptiert. Ja, er akzeptiert Selbstzerstörung und dass wir mit unserer Zeit nach unserem eigenen Belieben umgehen. Aber er bleibt nicht dort stehen. Er entgegnet etwas: ein Versprechen und einen Liebesbeweis.

„Anders als du denkst“

Wer von uns hat nicht schon mit Vorurteilen zu kämpfen gehabt? Du siehst oder erlebst einen Menschen und machst dir dein eigenes Bild von ihm. Das kann sich aber ändern, wenn du mehr Zeit mit ihm verbringst. Mit Gott ist das nicht so leicht. Weil wir ihn nicht sehen, gehen die Meinungen über ihn stark auseinander, sind oft subjektiv geprägt. In „Anders als du denkst“ stellt sich Jesus vor. Der Mensch gewordene Gott, der alle Vorurteile ein für alle mal aus der Welt schaffen möchte.

Die Aussage „Ich bin anders als du denkst“ impliziert dem Hörer: Du, Mensch, kannst dich irren! Lass dich darauf ein, dass ich anders bin und lerne mich vorurteilsfrei so kennen, wie ich wirklich bin. Lege dir die Wahrheit nicht selbst zurecht.

„Näher als du glaubst“

Spätestens seit der Himmelfahrt Jesu haben die meisten Menschen, auch die, die an ihn glauben, Zweifel an seiner Nähe zu uns. Der Umstand der Unsichtbarkeit und Allgegenwärtigkeit von dem, der uns schuf, ist bei den meisten noch nicht so richtig angekommen.

Aber viel wichtiger als die reine physische Nähe ist die Nähe Gottes zu unserer Seele, unserem Herz, unseren Gedanken. Die Nähe, die wir spüren, wenn wir keine Menschen um uns haben, die uns in den Arm nehmen können. Jesus weiß, wie es sich anfühlt, Mensch zu sein. In Samuel Harfsts Lied heißt es, er „ging für dich zu Boden, durch die Hölle und zurück“. Er ist dir nah in den schwierigsten und in den schönsten Momenten, er ist sich dafür nicht zu schade.

„Der Wind in deinen Segeln“

Wenn Flaute in deinem Alltag einkehrt, die Luft raus ist in Freundschaften. Wenn Motivation für die Arbeit, Schule oder das Studium fehlt. Selbst, wenn deinem Glauben der nötige Wind fehlt. Er selbst möchte der Wind sein. Alles andere ist nur ein Fächern mit der Hand.

„Luft zum Atmen“

Sie ist immer da und sie rettet dich, wenn dein Hals wie zugeschnürt scheint. Die Luft ist bedingungslos vorhanden, einfach da, um dich am Leben zu halten. Dafür braucht es nicht einmal eine Entscheidung von dir für Gott – er verschenkt sich aus freien Stücken.

Und jetzt bist du dran

Das Lied legt dir nicht einfach nur diese Angebote vor, es geht weiter. In den Strophen singt Samuel darüber, dass du selbst entscheiden kannst, ob du auf seinem Weg gehen willst, ob du die Augen oder dich Gott komplett verschließen oder dich verstecken möchtest. Du darfst „Nein“ sagen. Die Luft zum Atmen wird dir deshalb nicht genommen.

Aber etwas anderes: die Möglichkeit, den Refrain aus deiner Perspektive zu singen und dich auf die Überraschungen einer neuen Freundschaft einzulassen. Die Freundschaft mit Gott, deiner Luft zum Atmen.


Wenn du das neue Album von Samuel Harfst live erleben möchtest, schau doch mal während der Bandtour vorbei:

05. Oktober – Ellefeld, LKG (ausverkauft)
12. Oktober – Jettingen, Evangelische Kirche Unterjettingen
13. Oktober – Beilstein, Festival im Schloss Beilstein
14. Oktober – Diedorf, Evangelisch Immanuelkirche
20. Oktober – Straubenhardt-Conweiler, Martinskirche Conweiler
26. Oktober – Essen, Jesus-lebt-Kirche
27. Oktober – Idar-Oberstein, Begegnungszentrum Gewerbehalle
01. November – Willingen (Westerwald)
02. November – Wilnsdorf-Niederdielfen, Trinitatiskirche Niederdielfen
03. November – Grävenwiesbach, Evangelische Kirche
04. November – Bickenbach, Evangelische Kirche
09. November – Minden, EFG
10. November – Nordstemmen, St. Johannis-Kirche
11. November – Lüneburg, FeG Lüneburg
15. November – Reichenbach, Evangelische Kirche
16. November – Leipzig, Nikolaikirche
07. Dezember – Herne, Lighthouse
16. Dezember – Crailsheim, Luxusanwesen
21. Dezember – Schwelm, Neue Mensa des MGS
02. Januar – Lichtenstein, Lutherkirche

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