Manna

MANNA: Der Puls einer Stadt

pulse of a city

Ich war diese Woche iberliner prestigekeule ;)n Berlin. Mein Freund und ich haben viele Stunden Zugfahrt auf uns genommen, um unsere Hauptstadt mal von Nahem anzuschauen. Ich war schon mehrmals dort, aber das schöne an Städten ist ja, dass man eigentlich immer noch Dinge entdecken kann, die man noch nicht kennt. Außerdem verändert sich die Sichtweise der Besucher, das Stadtbild selbst und es gibt wahnsinnig viele unterschiedliche Leute, die einem begegnen.

Es ist faszinierend, wie das Leben in einer Stadt pulsiert, wenn tausende Menschen durch die Straßen strömen, jeder seiner Aufgabe nachgeht. Die Cafés und Restaurant wimmeln von Menschen, in den Geschäften stehen Schlangen hinter der Kasse.

So eine Fülle an Eindrücken und Menschen kann sehr inspirierend sein. Ich schaue über meinen Tellerrand hinaus, ich sehe, wie andere Menschen leben und vergleiche es mit meiner Lebensart. Ich finde manches bezaubernd, manches abstoßend und am Ende bringen mich alle Eindrücke vor eine Entscheidung: macht das was mit mir? Der Puls einer Stadt ist vielleicht schneller, vielleicht langsamer als der deine. Der Unterschied stellt dich vor die Frage, ob du dich dem anpassen möchtest, ob du deine Welt etwas veränderst oder ob du das ganze Konzept ablehnst und zu schätzen lernst, was du bisher für selbstverständlich genommen hast.

Wenn etwas neu ist, ist es oft schillernd. Es gibt so vieles, ein noch nicht angebrochener Tag und zig Anlaufmöglichkeiten, zu denen man gehen kann. Wir haben auf unserer Sightseeing-Tour so viel gesehen und gehört. Und doch glaube ich, dass der längere Aufenthalt in einer neuen Stadt auch Gewohnheit mit sich zieht und den Rückzug in den kleineren Raum, den Stadtteil, den Freundeskreis. Du bekommst ein Auge für die negathoughts become things Werbungtiven Seiten wie die lauten Menschenmassen, die dich nicht in Ruhe arbeiten lassen. Und gleichzeitig bringt dich das wiederum dazu, das Schöne zu erkennen – vielleicht die grünen Parks, den Fluss, die netten Nachbarn.

Ausgewogen zu leben bedeutet, das Negative mit Gutem aufzuwiegen. Ein Mensch ist komplex, eine Stadt, eine Lebenssituation, eine Arbeitsstelle, eine Beziehung. Es täuscht, wenn wir denken, die anfängliche Euphorie war völlig unbegründet. Aber zu wissen, dass Dinge viele Seiten haben können, hilft uns, mit unangenehmen Seiten zu leben und dafür mehr den Blick für die guten Seiten zu bekommen. Ein Ziel zu haben nimmt in Kauf, dafür früh aufzustehen, dass ein Baby schreit, dass der Partner Seiten hat, die du nicht ändern kannst, dass du manche liebe Menschen öfter und andere seltener siehst. Am Beispiel von Jesus können wir lernen, wie er Opfer dafür brachte, etwas zu bewegen. Er musste lange Wege zu Fuß hinter sich bringen, hatte nicht jeden Abend ein schönes Essen mit der Familie. Er stand darüber und hatte einen liebevollen Blick für das Wertvolle. Was ist das Wertvolle und Liebenswerte in deinem Leben? Schau mal genauer hin.

 

# Manna vom 22.07.13, auch auf www.modobonum.de

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