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Manna

Satt geliebt

 

Heute kommt mal ein Beitrag zum Thema Beziehungen und warum Frauen öfter mal was zu meckern haben. Und natürlich: wie man aus dem Ganzen das Beste machen kann. Ich lese momentan das Buch „Weißt du nicht, wie schön du bist?“ von Stacy und John Eldredge und zusammen mit meinem Freund „Die fünf Sprachen der Liebe“ von Gary Chapman. Daraus kann man viel lernen und auf den Alltag anwenden! Egal, ob du in einer Beziehung bist oder nicht, es macht Sinn sich mit sich selbst und anderen auseinanderzusetzen und das auch mit hilfreichen Fakten hinterlegt zu haben.

Fed Love

Kennst du das Gefühl, dass du etwas unbedingt haben möchtest, aber es einfach nicht geht?

Ich denke, besonders in Beziehungen kommt man immer mal in diese Situation. Wir sind Menschen und haben Ansichten und Vorhaben und wir können andere nicht manipulieren bzw. wenn wir es versuchen, dann zerstört das den Sinn einer freiwilligen Beziehung.

Ich glaube, besonders Frauen neigen dazu, enttäuscht zu sein, wenn Dinge nicht so laufen, wie sie es sich von ihrem Partner wünschen oder wenn er andere Prioritäten setzt als sie. Ich habe neulich (von einem Mann!) gelesen, Männer seien notorisch auf sich selbst bezogen und egoistisch. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt. Aber es ist ja auch so, dass Frauen nicht besser sind. Nur dass sie ihren Egoismus womöglich an ihrem Partner anders auslassen – mit Konfrontation und Vorwürfen. Hinter diesen stecken meist Verletzungen oder die Unsicherheit, ob man (frau) sich sicher und geliebt fühlen kann und welchen (Stellen-)Wert der Partner der Frau in seinem Leben zuschreibt.

Was ich aus Gesprächen und Ratgebern herauslese ist der Fakt, dass viele Dinge nicht wirklich auf die andere Person in böser Absicht abzielen. Ich bin der Überzeugung, dass es jedoch in vielen persönlichen Leben relativ feste Muster gibt, die man unbedingt verfolgen möchte. Dort ist vielleicht wenig Flexibilität vorhanden, liebgewordene Dinge sein zu lassen, etwas zu verpassen. Da werden Dinge wichtiger als Personen. Das Internet wird für manche wichtiger als der Zweck von Social Media, nämlich mit anderen Menschen leichter in Kontakt zu treten. Stattdessen triften Menschen teilweise weiter auseinander, weil sie sich auf diese „Krücke“ mehr verlassen als auf den anderen als reale Person.

Wenn Vertrauen herrscht, dann können wichtige Prioritäten auch wichtig bleiben. Gleichzeitig weiß ich, der andere vergisst mich nicht. Vertrauen sich selbst gegenüber bewirkt, dass ich Dinge bewusster entscheide und gestalte und nicht mich gestalten lasse, zum Beispiel von meiner Routine.

Letztlich ist es aus Sicht des Leidtragenden eine Frage der Geduld und der Wahrnehmung. Alles, was wir einander geben, ist ein Geschenk. Wir verschenken Zeit unseres Lebens, die nie wiederkommt. Sie macht sich in womöglich keiner offensichtlichen Weise bezahlt, aber sie zahlt einen guten Lohn auf das Beziehungskonto. Gehen wir von uns selbst aus und nicht vom anderen. Schauen wir auf die Wahrheit und lassen uns in Momenten, wo Dinge egoistisch scheinen, nicht von diesen Gefühlen bestimmen. Ich habe erlebt, dass der Blick auf die Wahrheit davon abhält, dass man sich zu sehr in eine Sache hinein steigert. Und wenn ich mich gar nicht erst in eine falsche Denke hineingesteuert habe, ist sie auch kein Teil meiner Erinnerung, auf die ich zurückgreife und in die ich zukünftige Verhaltensmuster meines Gegenüber unüberlegt stecken kann.

 

Über all diesen Dingen, die wir im Laufe unseres Leben lernen, stehen die Zusagen Gottes, dass wir ihm unendlich wichtig sind. Dieses Wissen und die tiefe Überzeugung dieser Liebe bewirkt, dass die Abhängigkeit von nicht-kontinuierlicher menschlicher Liebe schwächer wird. Ist ja auch logisch: wenn ein Mensch der Überzeugung ist, er wird konstant von jemandem geliebt, der die Liebe selbst ist, dann hat er nicht mehr den übermäßigen Drang, noch mehr Liebe zu bekommen.

Die Welt ist liebeshungrig. Willst du satt werden?

# Manna vom 11.10.13, auch auf www.modobonum.de

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