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Manna

„Vergiss nicht, wer der wahre Feind ist!“

Vielleicht kennst du solche Tage, wo du das Gefühl hast, jeder, den du triffst, hat irgendwas gegen dich. Da kommen dann so Kommentare von uns wie „Jetzt hack du auch noch auf mir rum!“ und wir versichern uns selbst, dass wir mit unserer Einschätzung richtig liegen.

Viele Missverständnisse können ja allein durch nonverbales Verhalten ausgelöst werden und sowas finde ich persönlich ziemlich blöd. Klar kann man zu der Person gehen und fragen, ob man richtig liegt. Auf der anderen Seite muss die Person auch selbst damit zurecht kommen, weil es erstmal bei ihr begonnen hat und vielleicht niemand anderen betrifft, sondern nur ihr Innenleben. Und letztendlich hat jeder das Recht zu mögen, wen er mögen will.
Menschen sind meiner Meinung nach trotzdem manchmal echt schwierig. Ich verstehe den Autoren von Psalm 84, der sagt, dass er lieber einen Tag in den Tempelvorhöfen Gottes verbringen möchte als tausende in Gesellschaft von Menschen, mit denen er nicht auskommt – salopp gesagt. Ich verstehe, warum einige Atheisten genervt sind von den heuchlerischen Worten von Christen, die vorgeben sich an Gottes Wort halten zu wollen, sich dann aber auf den Worten ausruhen und lieber in authentische Lieblosigkeit verfallen als sich wirklich um andere zu bemühen. Ich selbst habe daran immer wieder zu knabbern und bin selbst oft nicht besser und das macht mich traurig.
 
Fight or Interact
Es gibt einige Gründe dafür, warum wir so sind. Einer wird sein, dass wir als Christen den Fokus auf Gott verlieren und vergessen, dass wir bei IHM alles bekommen, dass wir uns nicht von Umständen unseren Tank auffüllen lassen sollen. Mangeldenken kann so viel kaputt machen! Stell dir vor, du gehst in den Tag als ein Mensch, der sich benachteiligt fühlt – du wirst Leute nicht aufbauen, sondern unterbuttern, dich zurückziehen, gereizt sein u.ä. Ein Mensch dagegen, der sich davon ablöst und dankbar ist für einfach alles, was Gott ihm gibt, der kann davon abgeben, der hat keinen Grund immer in seine eigene (Emotions- und Ego-)Tasche zu wirtschaften.
Außerdem fehlt uns vielleicht oft das Bewusstsein dafür, dass wir einen Namen zu verteidigen haben. Jesus. Dieser Jesus lebt in uns und wir ruhen uns gemütlich auf UNSEREM Titel ‚Christ‘ aus, anstatt praktische Liebe zu leben? Da läuft doch was falsch! Lasst uns nicht unsere Wunden lecken, sondern Liebe üben, die diese Selbstbezogenheit und die Schwächen der anderen überwindet. Ja, ÜBEN.
 
Ich habe neulich den zweiten Teil der „Tribute von Panem“-Filme gesehen. Echt ein guter Film und er enthält einen Satz, der mir bei diesem Thema passend erscheint: „Vergiss nicht, wer der wahre Feind ist!“
Vergiss nicht, dass wir gegen Sünde, Tod und Teufel kämpfen. Oder besser, dass Gott in uns kämpft. Nicht Menschen sind unsere Feinde, sondern die Mächte, die uns gegeneinander aufbringen wollen, die Verletzungen hervorrufen, die Missverständnisse schüren und Mangeldenken füttern. An dieser Stelle muss ich mich selbst entschuldigen für die Momente in meinem Leben, in denen ich Menschen die Schuld gegeben habe für meine Misere oder mein „blödes Gefühl“, für Missverständnisse, denen ich lieber auf den Leim gegangen bin statt sie ausräumen zu lassen. Ich weiß, es braucht Geduld mit Menschen zusammen zu leben. Ich hoffe, ich kann sie aufbringen und meine Mitmenschen mir gegenüber auch. Danke. Ansonsten sind Menschen nämlich auch ganz ganz wunderbar. :)

# Manna vom xx.xx.14, auch auf www.modobonum.de

 






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