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Reduzierter Advent – Xmas in a Nutshell!

 

In der Blogosphäre weihnachtet es schon sehr und ich hinke dieses Jahr ziemlich hinterher. (Immerhin reime ich unbeabsichtigt … ) Leider könnt ihr auf meinem Blog keinen Adventskalender oder Verlosungen erwarten. Ich darf zur Zeit lernen, dass es ein „zu viel“ des Guten gibt. Ich liebe es eigentlich etwas zu organisieren und umzusetzen und mein Leben auszugleichen und andere auch dazu zu motivieren, ABER …

Ich finde mich immer wieder in einem Leistungsdenken im Glauben wieder, das ich eigentlich umgehen wollte – die ungenutzte Zeit und Möglichkeiten schreien mir immer wieder ins Gesicht, dass ich x und y unbedingt machen muss, weil Gott mich dafür gebrauchen möchte. Aber dass ich mir damit selbst ins Täschchen lüge, fällt mir meist erst auf, wenn ich launisch werde und die neuen Aufgaben dann nur abhake und nicht wirklich innerlich be- und verarbeite. Das ist traurig! Und ich habe auch noch nicht den Boden der Tatsachen erreicht, also noch nicht herausgefunden, wie ich ein Projekt oder ein Ereignis wie ein Festmahl erst zubereite, auftische, teile und esse und dann auch in Ruhe verdaue.

Sich die Zeit dafür zu nehmen, nimmt mir die Zeit für andere Dinge. Im Bild gesprochen hänge ich meinen Weihnachtsbaum mit allem Schmuck voll, den andere mir schenken, den ich kaufe oder aus Jahren zuvor noch besitze. Das Bäumchen neigt seine Äste schon bedenklich unter der Last, aber ich denke, dass es mit mehr Schmuck mehr hermacht und mehr Schönheit produziert.

Aber Schönheit und tiefen Sinn produziert man nicht, das hat etwas mit Sein zu tun. Und so muss ich wohl oder übel den einen oder anderen Baumschmuck abschneiden und sehen lernen, dass der Baum – mein Leben – so unbeschwerter ist und die einzelnen angehängten Dinge besser zur Geltung bringt. Nicht nur ich, auch andere können sich mehr an solch einem Leben erfreuen.

Den Advent halte ich in diesem Rahmen relativ ungeplant. Die Wochen füllen sich von allein und ich versuche mir die Flexibilität beizubehalten spontan für etwas zuzusagen. Aber je näher es an Weihnachten und Silvester geht, möchte ich weniger selbst organisieren. Ich gehöre zwar nicht zu der Zielgruppe x-er Weihnachtsfeiern, aber der Advent hat es an sich, dass die Termine von allein kommen.

Was unseren Schmuck betrifft, bin ich in diesem Jahr wieder begeisterte Serviettennutzerin. Aus meiner kleinen Sammlung haben mich besonders die Beerentöne fasziniert und so schmücken sie zusammen mit einem Adventsstab, wenn man es so nennen will, das Wohnzimmer. Den langgezogenen Adventskranz habe ich auch nicht selbst gemacht, weil die Kerzen allein auch nicht unbedingt günstiger kamen und ich das auch aus Zeitgründen weggelasse habe.

Adventskranz

 

Aufgrund der Nähe zum Erzgebirge können es (für meinen Mann) nicht genug Rachermannln und Nussknacker sein.

 

rachermannln

 

Statt eines Weihnachtsbaumes (Genitiv, nur dir zuliebe) habe ich an der Wand mit gemustertem Klebeband und Geschenkpapierkreisen improvisiert.

 

Weihnachtsbaum

 

Für meinen Mann habe ich einen Adventskalender aus Pappbechern gebastelt. Drin sind vor allem Süßigkeiten und liebe Worte, mal ein Gutschein oder ein Vorschlag für eine Aktivität. Er hat mir eine Vorlage aus dem Internet ausgedruckt und ich darf jeden Tag etwas suchen. Das war sein 1. Adventskalender für mich und ich freue mich wie ein kleines Kind auf jedes Türchen. ;)

 

adventskalender

 

Lenzen Buch

Zum Schluss möchte ich euch noch ein gutes Buch empfehlen, das mich gerade sehr erdet – oder sagen wir das Gegenteil: es öffnet den Blick für Jesus in mir und zeigt mir damit zum Einen seine und meine Verbundenheit mit der Erde, zum Anderen die Fülle, die in ihm und somit in mir ist. Es lädt dazu ein, das eigene Leben in den vier Dimensionen Vergangenheit, Zukunft, Erde und Himmel aufzuräumen. Wen das Buch über Kontemplation interessiert, kann es zu Weihnachten auch vom Autor signiert bestellen.

 

 

 

Noch eine Neuerung ist bei mir eingetroffen, aber darüber schreibe ich gern mal, wenn ich es getestet habe.

Bis dahin die Weihnachtsbotschaft „in a nutshell“ ;)

 

in a nutshell

Eine gesegnete zweite Adventswoche euch!

 



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