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How to: Basenfasten light!

Möhren-Curry

Das Studium ist geschafft. Und mir, nun ja, fällt es etwas schwer, diese Umstellung von „Work that out!“ zum Nichtstun hinzubekommen. Ich habe noch genug zu tun, aber es ist natürlich merklich etwas weggefallen. Also habe ich mir ein neues Projekt gesucht, für das ich endlich etwas Zeit habe: healthy eating!

Okay, auf deutsch gesagt – ich habe mich an einer knappen Wochen Basenfasten probiert. Ich wollte meinem Körper nach der etwas stressigen Zeit etwas Gutes gönnen, indem ich alle leckeren und ungesunden Lebensmittel und Getränke rigoros streiche. (Klingt ziemlich verlockend, besonders mit dazugehörigem Sportprogramm, mh?)

Hat das geklappt?

 

Zum größten Teil ja! Meine Motivation war klar: Ich habe mir gewünscht, dass es mir gesundheitlich etwas besser geht und dass ich im August in ein bestimmtes Kleid passe, das es nur noch in einer kleineren Größe gab… Im Nachhinein weiß ich nicht, was für mich die größere Motivation war. Fakt ist, dass sich im Verlauf der sechs Tage ein Umdenken eingestellt hat. Und ich auch ein wenig Gewicht verloren habe, auch wenn das Wassereinlagerungen sein könnten.

WasserIch hatte mir zuvor einiges angelesen, auch dass 20 % säurebildende Lebensmittel pro Tag okay sind. Deshalb habe ich hin und wieder Ausnahmen gemacht. Mal war es ein Schokoriegel in Gesellschaft oder ein Brötchen beim gemeinsamen Frühstücken. (Und ja, zum Eis konnte ich auch nicht Nein sagen. Nja.) Ansonsten standen Gemüse, Kartoffeln, Obst, Kerne, Nüsse und Linsen, (Zitronen-)Wasser und Kräutertee auf dem Speiseplan.

Auch wenn es sich Basenfasten nennt, verzichtet man dabei ja nicht komplett auf Nahrung und soll auch nicht hungern. Um diese Woche durchzuhalten, habe ich deshalb auch nicht wie ein Spatz gegessen. Trotzdem ist es gut, in so einer Fastenwoche keine wichtigen Termine, also möglichst frei zu haben. Dachte ich vorher noch, dass es eine winzige Auswahl an einseitigem Essen wäre, bin ich nun ziemlich überzeugt, dass so eine Fastenzeit sehr gut und abwechslungsreich durchgeführt werden kann. Natürlich haben mir die Kohlenhydrate hin und wieder gefehlt. Aber ich habe die Gunst der Stunde, also die Begeisterungswelle über die Rezeptvariationen für mich genutzt und mir von Tag zu Tag Gerichte überlegt, die ich essen „darf“.

Das ist auch wirklich eine der besten Strategien, um sich nicht von verlockenden Eisschokoladen, Cola und Nudelaufläufen (zum Glück wurde nicht gegrillt!) ablenken zu lassen. Das hab ich ausprobiert und für gut befunden:

 

  • Taboulé (mit Couscous nicht rein basisch, aber superleicht und lecker)
  • Linsensuppe (wow, hätte ich nicht gedacht, dass mich die so überzeugt!)
  • Bunter Gemüsesalat
  • Sonnenblumenkerne (mal zwischendurch, mal ins Essen gemischt)
  • Ofengemüse (Zucchini, Gurke, Paprika, Möhren, Tomaten, …)
  • Kartoffelauflauf (ja, da war Käse drauf, aber das war auch das einzige Fiese)
  • Pommes (am besten selbstgemacht, Kartoffeln in Streifen schneiden und mit Olivenöl besprenkelt backen)
  • Gemüseburger (nicht selbstgemacht, gibt’s gefroren)
  • Ofen-Paprika mit Couscous und Gemüse gefüllt (s. oben, alternativ mit Linsen und Hirse)
  • Möhren-Curry (richtig gut gewürzt eine echte Überraschung, wie ich fand)
  • Green Smoothie (okay, nicht für lecker befunden, aber … gesund)
  • Obstsalat am Morgen (da sollte man möglichst darauf achten, nicht zu viele Obstsorten zu mischen – bei mir gab’s Bananen, Äpfel und Pfirsiche)
  • veganes Schokoladeneis (aus reinem Kakao, Datteln, Cashewkernen, Vanilleschote und Wasser, grenzwertig, evtl. besser mit Haselnüssen)
  • Grüner Tee mit einem Hauch Schokolade (Grüner Tee eignet sich eigentlich nicht zum Basenfasten, aber es war meine Alternative zu einer Eisschoki …)
  • Biokakao (der schmeckt mit heißem Wasser und Vollmilch auch ohne Zucker sehr lecker und intensiv, weiß ich sehr viel mehr zu schätzen als die Billiggetränke)

 

Da das Internet voll ist von fundierten und kreativen Blogs, die sich mit veganen Rezepten und Clean Eating befassen, halte ich mich mit weiteren Tipps lieber zurück. Für mich war es ein bereicherndes Erlebnis und ich nehme mir daraus mit, Cappuccino durch Biokakao zu ersetzen, mehr Wasser mit einem Spritzer Zitrone zu trinken, Fruchteis selbst herzustellen, Datteln nicht zu unterschätzen, Süßigkeiten teilweise durch Obst zu ersetzen und die Fülle an Gemüse und Obst generell im kulinarischen Bereich mehr einzusetzen. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, das zu tun.

Ich möchte auch anmerken, dass Ernährung etwas ist, das jeder persönlich an seinen Körper anpassen muss. Während ich mir diese Woche eine Gesundheitssendung angeschaut habe (… ja …), ist mir noch einmal klar geworden, dass auch Gemüse kein Allheilmittel ist und man bei Problemen wirklich einen Arzt fragen sollte.

Pommes und Gemüseburger

Das war’s für heute von mir. Meine Frage an dich: Welche Fastenerfahrungen hast du bereits gemacht und welche Ernährungsweise und Rezepte bevorzugst du? Hast du Empfehlungen? Ich freu mich, von dir zu lesen. :)

Klecks Anne

2 Comments

  1. Hey, ein super Artikel! Find ich voll gut, dass du eine Woche Basenfasten durchgezogen hast! Gesünder zu essen ist immer ein gutes Ziel. :) Meine Ernährung beschränkt sich auf eine Auswahl an Sachen, da ich ziemlich viele Unverträglichkeiten habe, im Grunde ist es Basenfasten jeden Tag. :D Vor allem lasse ich Weizen und Milchprodukte weg.
    Deine Rezepte-Liste ist super! Ich glaube ich werde mal selbstgemachte Pommes ausprobieren, das sieht sehr lecker aus! :)

    1. Danke! War leichter als gedacht, dafür im Nachhinein nicht mehr so ^^ Ich muss mich jetzt schon mehr anstrengen, gesund zu essen. Aber ich habe mehr Gemüse und Obst im Haus und recherchiere gute Rezepte, das macht es einfacher :)
      Ach Mensch, das klingt aber echt nicht gut bei dir! Aber okay, immerhin kann man ohne Weizen und Milchprodukte weitestgehend gesund leben :) Freut mich, wenn in der Liste was für dich dabei ist! glg

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