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Kraft, Würde & Hoffnung: Die Frau der Bibel

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Es gibt über das heutige Frauenbild viele Vorurteile, negativer und positiver Art. Ich finde mich auch hin und wieder auf einer Seite der Medaille wieder, obwohl ich das eigentlich nicht will. Besonders im christlichen Lager teilen sich die Hardliner meiner Erfahrung nach in die Leiterinnen und Gründerinnen, die alles, was ihnen vor die Hände kommt, in eben jene nehmen und große Dinge vollbringen (wollen) und sich selbst dabei eventuell zu sehr verausgaben – und die, die sich demütig an die Seite ihres Mannes stellen, ihm den Rücken freihalten und ihre Hauptaufgabe im Kinderkriegen, der Erziehung und dem Bewirten von Gästen sehen.

So viel zu den Vorurteilen. Ich kenne auch ambitionierte Mütter, die beide Aspekte ihres Lebens scheinbar super zu meistern und unter einen Hut zu bringen wissen. Ob das einfach ist? Ich denke, da müssten wir sie – euch – selbst fragen. Manchmal ist es notwendig, manchmal gewollt, aber sicher braucht es für den Seelenfrieden in diesem Fall entweder gute Freunde oder einen kooperativen Partner.


Ich habe schon einmal einen Artikel zum Thema Frau-Sein geschrieben, den möchte ich heute nicht wiederholen. Es gibt Herausforderungen, denen wir als Frauen der westlichen Welt begegnen, die im Vergleich zu denen anderer Länder zum Lachen komisch erscheinen. Das Blöde dabei ist, dass dieser Vergleich die Probleme nicht mindert. Er kann unsere Perspektive verändern, aber er räumt sie nicht einfach aus.

Hier ein paar beispielhafte Herausforderungen, die Frauen in Deutschland erleben (können):

  • Sie vergleichen sich mit anderen, was ihr Äußeres betrifft. Ich persönlich hasse die Vergleiche an Orten wie den sommerlichen Freibädern.
  • Sie wissen nicht, wie viel Zeit und Aufwand in die Schönheit gesteckt werden sollte, um nicht eitel zu sein und sich in eine zu oberflächliche Richtung zu entwickeln. (Geht es nur mir so? Ich versuche, meine Schminkzeit zu verkürzen und mich nicht abendfüllend zu pampern, wie man so schön sagt. Aber wo ist da eigentlich die gesunde Grenze?)
  • Sie entwickeln eine ungesunde Beziehung zum Essen, sei es eine ungesunde Abhängigkeit von eigentlich schädlicher Nahrung oder ein strikter Hang zum Genuss mit angezogener Handbremse.
  • Sie haben Talente und Hobbys, die sie durchaus erfüllen und in denen sie gerne aufgehen und damit Gutes schaffen wollen. Die generieren aber kein Geld und wenn sie das Geldverdienen damit verfolgen, dann schleicht sich manchmal das schlechte Gewissen ein (nicht unbedingt selbstgemacht, aber durch die Meinung anderer).
  • Sie haben mit Vorurteilen gegenüber ihrer Intelligenz oder Sozialkompetenz zu kämpfen. Beispiele? Schätzen wir eine stark geschminkte Frau als überaus intelligent ein? Sehen wir der Mama im oversized Pulli und Baby auf dem Arm ihr Diplom an? Und dann die Sache mit dem berühmt-berüchtigten Resting Bitch Face. Ich befürchte oft, dass ich zu ernst schaue, obwohl mich die Erzählungen meines Gegenübers wirklich interessieren! Aber es kostet mich schon Mühe, mir ein Lächeln abzuringen (und das ist absolut nicht böse gemeint). Wie oft habe ich andere Frauen schon fälschlich als arrogant eingeschätzt, weil sie unnahbar wirkten und wenige Emotionen gezeigt haben. Schön doof. Manchmal wäre ein offensichtlicher Status praktisch: „Ich bin nicht gelangweilt, genervt oder wütend. Ich denke nur intensiv über das nach, was du sagst!“
  • Sie müssen lebensverändernde Entscheidungen treffen oder einfach akzeptieren, wenn sie für sie getroffen werden. Eine Familie zu gründen, jetzt oder später, und was, wenn nie? Übernehme ich als Frau auch ohne Nachwuchs eine wertvolle Rolle, selbst wenn ich meine Zeit dann nicht in eine himmelweite Karriere investiere?
  • Sie können sich die Frage stellen, wie die Rollenverteilung in ihrer Beziehung eigentlich aussehen soll. Es gibt sicherlich Frauen, die sind vollkommen okay damit, finanziell die zweite Geige in ihrer Ehe zu spielen und ihrem Mann mehr Freiraum für seine Selbstverwirklichung im Beruf zu lassen. Aber nicht jede kann sich das aussuchen. Manche Frau muss den Wunsch nach Familiengründung hinten anstellen, weil ihr Mann partout keinen Job findet oder noch studiert – oder sie von vornherein single ist und somit auch keine Wahl hat.

Das sind ein paar Ausschnitte der Herausforderungen, die einer Frau begegnen können. (Und um es noch einmal zu betonen – sie stellen keinen Vergleich dar zu anderen Ländern und können auch nicht generalisiert werden.)

Da ich selbst mit vielen dieser Aspekte des Frau-Seins lebe und Antworten erst finden muss, ist es gar nicht mein Ziel, Antworten dafür zu geben. Aber es gibt eine grundlegende Einstellung, die mir in der Bibel aufgefallen ist (Sprüche 31,10-30), die uns den Umgang mit Entscheidungen unserer Weiblichkeit vereinfachen und weiser gestalten lassen. Ein Vers daraus lautet wie folgt:

Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.“

Sprüche 31,25

Strenght and Dignity

Dieses Zitat aus den Sprüchen Salomos empfinde ich als poetische Schönheit. Es wird mit keinem Wort die optische Schönheit der Frau erwähnt, aber ich stelle mir beim Hören dieser Worte eine starke und geradlinige Frau vor, die mit erhobenem Kopf und lachenden Augen allen Herausforderungen ihres Tages entgegenblickt. Ein Vorbild einer selbstbewussten Frau, die Gott liebt, weise Entscheidungen trifft und ihre Stärken für die Schwachen einsetzt.

Was verbindest du mit dieser Beschreibung?

Ich möchte die einzelnen Schlagworte des Verses etwas näher betrachten.


strength

1. Kraft

Kraft ist nicht unbedingt die erste Assoziation, die viele Menschen mit einer klassischen Frau verbinden würden, wie sie die Bibel beschreibt. (Vom Hörensagen, denn eigentlich ist die Bibel voll von starken Frauen.) Kraft können wir mit körperlicher Kraft übersetzen, mit Fitness und Muskeln, die etwas in Bewegung setzen können und jedem Sturm trotzen. Wie auch immer wir das verstehen, ich denke nicht, dass hier der Fokus auf der körperlichen Kraft liegt, in dem Sinne, dass diese Frau jeden Tag in die Muckibude rennt.

Ich glaube, dass ihre Kraft aus ihrem Meistern der täglichen Aufgaben entsteht. Ihre Fitness entwickelt sich, indem diese Frau aktiv ist und nicht faul in den Tag hineinlebt. Sie weiß aber auch, wann sie Ruhe und Zeit zum Auftanken braucht. Das sind die Aspekte, die sie selbst zu ihrer Stärke beiträgt.

Aber ihre Kraft für die täglichen Aufgaben zieht sie in erster Instanz aus ihrem Gottvertrauen, aus Gott persönlich. Er sagt den Schwachen seine Hilfe zu und sie ist sich ihrer Schwächen sehr wohl bewusst – sie ist selbstbewusst. Gott hat die Möglichkeit, sie mit Kraft zu beschenken, weil sie sich in allem erst an ihn wendet, ihn um Weisheit bittet, von ihm Durchhaltevermögen erhält und dann Schritt für Schritt an seiner Hand geht und dadurch viel Frucht bringt.

(Spricht dieser Aspekt deshalb gegen Fitness und Sport? Ich denke, absolut nicht. ;) )


dignity

2. Würde

Würde ist ein großes Wort. Ein royales Wort, das man wahrscheinlich am ehesten mit Frauen wie der britischen Queen oder historischen Frauengestalten verbinden würde. Wenn ich an Würde denke, fallen mir unmittelbar lange, schwere Kleider aus teurem Material ein, die sanft über den Boden gleiten, während die Trägerin würdevoll und aufrecht über glänzenden Boden schreitet.

Definitiv ist in dem Vers nicht gemeint, dass eine jede Frau sich so verkleiden und ab heute nur noch wie ein Pfau durch die Gegend stolzieren soll. Aber was die Körperhaltung betrifft, können wir uns an dieser optischen Vorstellung schon einmal eine Scheibe abschneiden. Die aufrechte Haltung und der feste Schritt, einer nach dem anderen, strahlt die innere Sicherheit aus, in der diese Frau vollkommen ruht.

Doch woher nimmt sie diese Ruhe, ihre Sicherheit? Ist ihr nicht klar, dass ihr Haar mit den Jahren dünner wird, das Lachen seine Falten hinterlässt, Cellulite an würdevollen Frauen nicht einfach vorübergeht und auch eine Königstochter nicht ohne Beinbehaarung geboren wird?

Doch, das alles ist ihr klar. Sie wird täglich daran erinnert, sie kann davor nicht die Augen verschließen. Aber sie kennt das ‚Aber‘, das ihr die Würde verleiht.

‚Aber du bist doch mein Kind. Ich liebe dich. Du hast Königswürde erhalten.‘ So ähnlich sagt es Gott den Menschen zu, die ihn lieben und sein Geschenk der Errettung aus Selbstsucht und Sünde annehmen.

Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“

Jeremia 31,3

Der uns geliebt hat und gewaschen von den Sünden mit seinem Blut und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!“

Offenbarung 1,5b-6

Wenn eine jede Frau, die Gottes Geschenk annimmt, die damit verliehene Würde wie ein unsichtbares Diadem trägt, warum handelt dann nicht jede dementsprechend?

Da sind wir am ungemütlichen Knackpunkt angelangt. Es ist ein unsichtbares Diadem, dessen Existenz und Urhebers wir uns täglich bewusst werden müssen, um unser Handeln und unsere Selbstwahrnehmung entsprechend anzupassen. Oft geht es mir so wie einer Prinzessin, die sich auf die Couch schmeißt, ihr Kleid gegen die Jogginghose tauscht und sich mit Vorbildern füttert, die sie nicht würdevoller werden lassen, sondern selbstbestimmter. Und selbstbestimmt ist nicht immer würdevoll, es kann auch sehr unsicher sein und ständig auf der Suche.

Demut

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass das ganz und gar nicht als Verurteilung der Frauen gemeint ist, die ihre Gaben und Fähigkeiten einsetzen, trainieren und mit Disziplin und Herzblut ihre Projekte angehen. Das feiere ich total! (Ja ich weiß, um meine Meinung geht es gar nicht – und das ist auch gut so. :) ) Die Bibel beschreibt in Sprüche 31,25 nur genau die Frauen, die Kraft, Würde und Hoffnung aus den Zusagen und der Fürsorge Gottes ziehen.

Damit gelangen wir zum letzten Punkt.


hope

3. Hoffnung

Wer hat Hoffnung, wenn er die Welt betrachtet, wie sie wirklich ist? Ist es Hoffnung, sich auf einen rosaroten Ponyhof zu flüchten, der die Realität ausblendet? Oder sich in blinden Aktionismus zu verrennen, der nur reagiert statt zu agieren? So richtige Hoffnung wird erst dann geboren, wenn die Situation wirklich hoffnungslos ist. Dort werden die beliebten Hoffnungsträger ins Kreuzfeuer genommen.

Was bleibt?

Der Spruch sagt zumindest, dass diese vorbildliche Frau dem kommenden Tag entgegen lacht. Und das wohl trotz all der Widrigkeiten, die im Heute geschehen und im Morgen warten. Sie hat Hoffnung. Ihr Leben ist geprägt von einem großen ‚trotzdem‘.

Und wer ist es, der dieses ‚trotzdem‘ so fabelhaft praktiziert? … Gott selbst! Indem er täglich Menschen annimmt, die kaputt sind, die egoistisch handeln und verzweifelt sind – und ihnen sagt: ‚Ich liebe dich trotzdem. Du bist absolut wertvoll. Du bist ein fantastisches Original, ich bin trotz deines Fehlverhaltens absolut begeistert, wenn ich dich ansehe!‘

Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.“

Zefanja 3,17

Mit diesem ‚trotzdem‘ zu leben, das braucht Demut. Eine Demut, die mir täglich eine Entscheidung abringt. Aber dieser Vers verspricht einen ungleich großen Ertrag! Und bedeutet das, dass Frau-Sein zu einer persönlichkeitsbefreiten Maske wird? Nein, die Praxis zeigt mir, dass es Gott scheinbar eine Freude ist, die unterschiedlichen Charaktere von Frauen zu gebrauchen und durch sie Schönes, Innovatives und Soziales zu schaffen.

character and gifts

In das Thema kann man natürlich noch tiefer eintauchen. Aber erst einmal haben wir alle ja diese Punkte, wie ich sie oben beispielhaft aufgezählt habe, in denen wir Kraft, Würde und Hoffnung benötigen, um sie anzugehen und für uns zu beantworten. Diese Fragen mit dem Mindset aus Sprüche 31,25 zu evaluieren, kann eine lohnende Investition in deine Zukunft sein!

Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie du diese Begriffe aus Sprüche 31,25 verstehst und was deine größten Herausforderungen als Frau sind. Schreib mir dazu gern einen Kommentar!

(Und wenn du ein Mann bist – wie siehst du dieses Thema aus deiner Perspektive?)

Klecks Anne

8 Comments

  1. Ich habe hier ein Zitat aus dem Thomas Evangelium, als Ratgeber finde ich die Sprüche nur bedingt hilfreich, denn sie werden von jemanden geschrieben, der noch am beginn steht Weisheit zu entwickeln. Im Buch der Prediger hat Salomo (nun schon sehr alt) schon Fortschritte gemacht, ist aber noch immer meilenweit weg von der Weisheit Jesu.

    (114) Jesus sprach: „Seht, ich werde sie führen, um sie männlich zu machen, daß auch sie ein lebendiger Geist [πνευ̃µα] wird, der euch Männern gleicht. Denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Königreich des Himmels eingehen.“

    1. Danke für deinen Kommentar!
      Ich vermute mal, du kannst mir auch sagen, was das Wort männlich in dem Kontext heißt?
      Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Gott Mann und Frau unterschiedlich gemacht hat, damit sie sich ergänzen und Gott in Einheit gemeinsam widerspiegeln können. Mit männlich wird in dem Zusammenhang also wsl. etwas gemeint, das auf bestimmte Merkmale des Glaubens hinweist. Da muss ich sagen, finde ich aber den Spruch, den ich zitiert habe, nicht widersprüchlich. Denn Kraft, Würde und Hoffnung sind keine Merkmale, die eindeutig weiblich sind. Ein vorbildlicher Mann nach Gottes Bild kann sie ebenso tragen. :)
      Was denkst du?

  2. Hallo liebe Anne,

    dein Eintrag gefällt mir wirklich gut! Gerade habe ich sehr mit meinem „Frausein“ zu kämpfen, bin total in der Identitätsfindungsphase, obwohl ich nicht mehr in der Pubertät bin ;) trotzdem beschäftigt mich mein kleines Selbstvertrauen momentan sehr und ich suche (wieder mal) meinen Platz im Leben, vielleicht auch meinen Wert ?!
    Danke, dass du diesen Artikel geschrieben hast und deine Gedanken mit uns geteilt hast!

    lg, cora

    1. Liebe Cora,

      danke, das freut mich wirklich total, dass dich die Gedanken aufbauen!
      In so einer Phase der Selbstfindung (die kenn ich auch^^) ist es glaube ich echt wichtig, sich mit Gottes Design von Frauen und Männern zu beschäftigen, mit ihm auf die Suche nach Begabungen zu gehen und kleine Schritte zu gehen, um sich selbst kennenzulernen.
      Vielleicht hast du den Link entdeckt, den ich im Text eingefügt habe (https://www.youtube.com/playlist?list=PLVumvXNqxmka99MgRYXw6iVJehMJ5vhjx), das ist eine ganz tolle Videoserie über Frausein nach Gottes Design, die mich in den letzten Wochen sehr aufgebaut hat.
      Viel Kraft und Freude am Entdecken :)
      lg, Anne

  3. Hallo,
    Mit dem Wort männlich meint Jesus die Beschneidung des Herzens und des Geistes. Jedes Wort und jeden Gedanken der nicht Gott dient wegzuschneiden. Das weibliche ist das genaue gegenteil davon. Du hast ja schon einige typische Beispiele davon angesprochen, eines ist die Art wie es Männern gestattet ist ohne freundliche Worte sich zu unterhalten, einfach auf das wesentliche sich zu konzentrieren und authentisch zu sein. Frauen konzentrieren sich bei einer Unterhaltung sehr darauf , dass das Gesagte freundlich rüberkommt. Dadurch geht aber Authentizität verloren. Und wenn man auf dauer nicht authentisch ist, wird man geistlich schwach und verliert auch den Heiligen Geist (nicht authentisch zu sein bedeutet etwas vorzuspielen – selbst wenn man nur freundlich ist um andere zu Jesus zu locken ist es falsch). Nur wenn man sich geistlich beschneidet („männlich macht“) können die Früchte des heiligen Geistes in einem Wachsen („lebendiger Geist“), genauso wie man eine Rose oder Tomatenpflanze beschneiden muss damit ihre Kraft in die Blüte geht. Die sieben Früchte, die den Heiligen Geist beschreiben, sind (Jesaja 11:2) der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit, der Geist des Verstandes, der Geist des Rats, der Geist der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Geist der Furcht des Herrn.

    Nur weil Gott Mann und Frau verschieden geschaffen hat, heißt es noch nicht, dass sie sich in zwei verschieden Rollen pressen sollen. Gott hat viele Dinge geschaffen die man auf eine falsche Weise gebrauchen kann, darum dass er uns durch sie prüfe. Während Salomo (noch in den Anfängen der Weisheit) eine Rollenverteilung noch teilweise bejaht, findet man bei Jesus das genaue Gegenteil. Jesus sagt nur Verhaltensanweisungen die für Mann und Frau gleichermaßen gelten sollen. Und dass was er an Verhaltensanweisungen gibt kann man auch zusammenfassen indem man die der weiblichen Rolle zugesprochenen Eigenschaften wie „unnützes Gerede, Schönheit,…“ ablegen soll. Oder anders ausgedrückt, man soll alles unnützte, was nicht direkt Gott dient ablegen, damit mehr Kraft bleibt um Gott mit ganzer Seele und ganzem Geist dienen zu können.

    1. Da ist wsl. was dran. Aber ich denke, die meisten verheirateten Männer und auch Pastoren und Eheberater würden dir widersprechen, wenn du sagst, dass Frauen ihre Schönheit, ihre Liebe, Sanftheit, Gastfreundschaftlichkeit, mütterliche Fürsorge etc. aufgeben sollen, um gefühllos Leuten die Wahrheit um die Ohren zu hauen. Aus so einer Gemeinschaft würde keine Liebe strahlen und wachsen. Denn, so erstaunlich das vielleicht klingen mag (ich finde, der nüchterne Klischeemann, den du beschreibst, trifft die Wahrheit nicht ganz) – es gibt auch authentische Liebe und Freude, die sich im Reden und Tun äußern kann! Es gibt aber auch einfach Menschen, egal ob Mann oder Frau, die sind nicht so extravertiert. Ich meinte im Text eher das, als dass etwas ungeistliches vorgespielt wird …

  4. Ich liebe dein Bild von dem unsichtbaren Diadem auf dem Kopf! Ich glaube, damit habe ich Schwierigkeiten: Mir im Alltag bewusst zu sein, dass Gott mir diese Dinge aus dem Sprüche-Vers schenken möchte. Vor allem, wenn große oder schwierige Entscheidungen anstehen. Oder die Zukunft… :)
    Vielen Dank für diesen tollen Artikel!

    1. Absolut! Das sind Sachen, an die muss ich mich auch immer wieder erinnern und so ’ne bildliche Vorstellung hilft, finde ich, dabei. Ideal wär’s natürlich, wenn es irgendwann so sehr in die Wahrnehmung und Identität übergegangen ist, dass man das nicht mehr braucht. :) LG!

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