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How to: Einfach gute Entscheidungen & Gewohnheiten!

Entscheidungen

Hallo liebe Blogleser,

heute gebe ich euch einen kurzen Tipp mit in diese Woche, der euch helfen kann, bessere Entscheidungen zu treffen und doofe Gewohnheiten zu überwinden. Und das in kleinen, überschaubaren Schritten. Momentan habe ich relativ viel um die Ohren und dazu kommt, dass ich von euch leider nur wenig Feedback bekomme. Ich weiß also nicht, ob ihr – und wer – mitlest und ob ihr mögt, was ich schreibe und bin deshalb auch etwas in der Findungsphase, was ich so Woche für Woche schreiben sollte. Deshalb freue ich mich auch weiterhin über Kommentare und wenn ihr mir auf der anny-thing Blog Facebookseite folgt. :)

Jetzt aber zum Thema:

Anlass dafür war eine unscheinbare Situation in den letzten Tagen, in der ich mich entscheiden musste, wie ich die letzten Minuten verbringe, bevor ich das Haus verlasse. Sicher kennst du diese Momente, in denen du nichts Sinnvolles mehr anfangen kannst und deshalb versuchst, die Zeit totzuschlagen. In meinem Fall lief der Fernseher und ich blieb bei ‚Hart of Dixie‘ hängen, der Serie, deren Setting und Personen ich mehr mag, als die Handlung …

Uhr

Da mir durch den Tod verschiedener Leute aus meinem Bekanntenkreis und durch meinen Glauben im Allgemeinen bewusster geworden ist, wie wertvoll das Leben ist und dass jeder Tag ein Geschenk an uns bedeutet, bin ich dann doch ins Überlegen gekommen: Ich habe jetzt noch 20 Minuten Zeit. Verbringe ich die mit der Serie oder lese ich in dem Buch, das ich vor Kurzem angefangen habe? (Es ist ein gutes Buch – ohne Bücher im Allgemeinen gegenüber dem Fernsehen glorifizieren zu wollen. ;) )

Die nächsten Minuten kam dann noch eine dritte Option dazwischen und ich weiß schon nicht mehr genau, wie die Situation endete. Auf jeden Fall blieb mir der einfache Gedanke im Gedächtnis:

Indem ich mir vorstelle, ich hätte in diesem Moment die Wahl zwischen zwei Optionen, erleichtere ich mir gute Entscheidungen, die ich später weniger bereue.

Statt mich von Gefühlen und Gewohnheiten leiten zu lassen, kann ich mich in jeder Situation fragen, in der ich weiß, dass ich anfällig für dumme Entscheidungen bin: Muss oder möchte ich jetzt wirklich DAS machen oder nicht lieber DAS?

In vielen Situationen ist das Richtige das, was unser Gewissen (der Heilige Geist?) uns sowieso unterschwellig suggeriert und häufig ist das auch konform mit Gottes Willen für uns – ohne jetzt die persönliche Berufung zu betonen. Damit meine ich ganz basale Aspekte von Gottes Willen für uns – andere und Gott zu lieben, uns auf Gott zu verlassen, mit unserem Körper und der Umwelt verantwortungsvoll umzugehen, alles zu Gottes Ehre zu tun etc.

Neben Gottes Willen und unserem Gewissen drängen uns ja auch unsere eigenen Ziele oft eigentlich in eine bestimmte Richtung, werden aber hin und wieder von Faulheit, Unentschlossenheit oder Angst beiseite geschoben. Diese Ziele können Sport, freundlicher Umgang, mehr lesen oder mit der Familie oder Freunde telefonieren sein, was auch immer – du weißt, was es bei dir ist, denke ich.

Eine Wahl zwischen A und B zu treffen, ist von den Fakten her meist simpel und zeitlich begrenzt, wenn es sich nicht um Mammutprojekte handelt, sondern um Alltägliches. Das macht Veränderung einfacher und etabliert gute Gewohnheiten.

Wenn also deine Gewohnheit dir nur eine Option vorlegt, frage dich doch mal nach der Alternative und triff eine bewusste Entscheidung.

gesund

  • „Ich esse immer Schokolade, wenn ich auf der Arbeit im Mittagstief lande.“

→ Die Alternative?

Schokolade vs. Apfel, Müsliriegel, Tee, getrocknete Früchte, … (Stell fest: Was ist dein Favorit unter den Alternativen?)

→ Der Glaubenssatz?

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.“ 1. Korinther 10,31

Selbst mein Essen soll Gott ehren und meinem Körper gut tun.

Bei diesem Beispiel haben wir mehrere Alternativen aufgedeckt. Beim nächsten Mal kannst du eine Alternative zu deiner zuvor gewählten Alternative wählen (z.B. Müsliriegel vs. Apfel) und dich so vom Junk bis hin zum Gesunden langsam weiterbewegen.

Kommunikation

  • „Ich reagiere immer genervt, wenn mein Mann nicht richtig zugehört hat und mich fragt, was ich gerade gesagt habe.“

→ Die Alternative?

Genervt reagieren vs. Durchatmen, Stoßgebet und Wiederholung im freundlichen Ton

→ Der Glaubenssatz?

„Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ Galater 5,22-23a

Nein sagen

  • „Es fällt mir so schwer, anderen einen Wunsch abzuschlagen. Ich kann einfach nicht Nein sagen!“

→ Die Alternative?

Ja zu allem sagen vs. „Ich habe aktuell keine Zeit.“; „Ich kann es später machen, frag mich dann noch einmal.“; „Ich kenne jemanden, der es übernehmen würde.“; „Ich kann dir zeigen, wie du diese Arbeit einsparen oder effektiver machen kannst, sodass du mich in Zukunft gar nicht mehr um Hilfe bitten musst.“

→ Der Glaubenssatz?

Die Welt geht nicht unter, wenn ich nicht alles übernehme, was mir zusagt oder worum andere mich bitten. Ich kann trotzdem respektvoll und hilfsbereit ihnen gegenüber sein, aber wenn mich eine Fülle an Aufgaben überfordert und in meinen Kernaufgaben behindert, dann muss ich lernen zu delegieren oder abzulehnen, ohne damit die Person hinter der Anfrage ebenfalls abzulehnen. Ich bin kein Sklave, der sich die Sympathie von Menschen als Ja-Sager erkaufen muss.


Jetzt meine Frage an dich! Was ist dir in den letzten Tagen für eine Situation begegnet, in der du dir keine Alternative gesetzt hast und es im Nachhinein bereust? Oder in welcher Situation möchtest du dir in dieser Woche Alternativen überlegen?

Entscheidungen sind nicht unbedingt schön, aber sie können uns weiterbringen.

Viel Erfolg dabei!

See you in the comments. :)


Klecks AnneDu kannst mich gern kontaktieren, wenn du jemanden für Texte, Grafikdesign oder Illustrationen suchst – Korrekturlesen, Schreiben, Flyer, Plakate oder Logos erstellen und Bildchen malen: annything_blog@yahoo.com

Natürlich auch gern, wenn du Fragen, Ideen oder Ergänzungen zum Blog oder dem Überhaupt hast. :)

 

5 Comments

  1. Es ist mir die letzten Tage so gegangen das es much massiv aufgeregt hat wenn Kollegen einfach unvorbereitet zur Probe kamen und so meinten „Ach dann proben wir es halt nochmal alleine“
    Leider nehm ich den Ärger immer mit nach Hause. Ich weiß nich genau wo ich da gerade ansetzen kann

    1. Mh, das ist doof. Ich glaub, ich würde die Leute einzeln zur Seite nehmen und was nach dem Motto „Wir brauchen dich und deine Vorbereitung, bitte versuche das doch in Zukunft mehr zu beachten.“ sagen – besser als vor den anderen. Und wenn du nicht der Chef bist, dann sag es ihm und er klärt das. Aber in ner Gruppe kommt’s meistens darauf an, dass man seinen Teil gut macht und sich nicht zu sehr über die anderen aufregt. Donald Miller beschreibt die Angelegenheiten von anderen in „Scary Close“ als die Fenster, durch die man in die anderen Wohnungen lugt. Es geht einen nichts an und deshalb sollte man bei sich bleiben. Auch wenn es nervig ist – es hält dich ja von guten Gedanken ab und man nagelt Menschen auf ihre Fehler fest. Jesus sagt dazu wsl, dass wir die anderen segnen sollen, aber manchmal auch einfach Geduld lernen müssen. (Stichwort dienen, nicht so leicht :D Aber er hat es vorgemacht) :)

      1. Du hast Recht. Mein Charackter ist halt eher ungeduldig (was ja auch heißt nach vorn kommen zu wollen u weiter zu wollen).
        Ich will halt auch das die Truppe nach vorn kommt und da sind Äußerungen wie ‚Na da machen wir das halt nochmal und nochmal‘ desillusionierend und Kräfte zährend

  2. Vielen Dank für diese gute Anregung! Ich glaube, bei mir ist es ganz wichtig, dass mir die Alternativen in dem Moment bewusst sind. Und dass ich den Willen aufbringen kann, mich dafür zu entscheiden. :) Bei mir sind es zur Zeit die Wochenenden, die ich gerne sinnvoller füllen möchte, mal schauen, ob ich das schaffe! ;)

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