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Bloggerchallenge: #bewusstimhierundjetzt

Hallo ihr Lieben,

ich nehme den verregneten Samstagmittag heute zum Anlass, um mal wieder ein paar Worte zu schreiben. Wärme mich zwischendurch an meiner Tasse, auf der uncoolerweise eine Blume prangt und kein weihnachtliches Rentier. Kerzen habe ich mir zur Zeit auch eher für den Feierabend reserviert, die brennen runter wie nix – wenn ich vier Teelichter aufgestellt habe, kann ich sie am nächsten Tag durch vier neue ersetzen.

Gestern habe ich einen Artikel zum Thema „Hygge“ gelesen und leider geistert dieses Wort seitdem in meinem Hinterkopf herum. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, denn ein Trendwort für etwas zu erfinden, das es sowieso fast jeden Winter bei mir gibt, finde ich überflüssig und etwas aufgesetzt. In der Blogreihe, die ich euch hier vorstellen möchte, soll es aber gerade nicht um Aufgesetztheit gehen, sondern darum, im Hier und Jetzt Freiräume für Schönes zu schaffen, das sich ganz von allein entwickelt.

Schließt sich das aus?

Einen Zeitrahmen und Möglichkeiten zu schaffen, damit etwas eigentlich ein Selbstläufer wird? Ich denke, dem ist nicht so. Ich habe ständig ein Handy oder eine Fernbedienung zur Hand, die mich dazu verleiten, meine wertvolle Zeit mal abgesehen von Haushalt und Arbeit, nicht in wirkliche Entspannung zu investieren. Wie ich schon in meinem Fastenkurs beschrieben habe, fällt es mir oft leichter zu konsumieren, als mich dazu aufzuraffen (das braucht ja meisten wirklich ein Aufstehen und Anpacken) ein richtiges Hobby o.ä. zu betreiben.

Wenn ich dann mal da sitze, mit meiner Bibel oder einem Roman, mit Papier und Farbe vor mir, dann ist zwar die Situation vorbereitet, in der ich mal wieder bewusst im Hier und Jetzt etwas tu. Aber, es schleichen sich dann auch gern Alternativgedanken ein: Eigentlich (!) sollte ich … Sinnvoll (!) ist das hier aber nicht wirklich, oder? Was mache ich denn mit dem Ergebnis? Diese Zweckgebundenheit hat mich in den letzten Jahren immer wieder davon abgehalten, einfach Kunst zu gestalten, die mal nicht gedruckt wird, in keinem Kinderbuch erscheint oder nicht in meinem Portfolio landet. Und das hat mich traurig gemacht, weil ich schon im Studium gehört habe, dass man bei Tätigkeiten, an denen man Freude hat, eigentlich in einen Flow-Zustand verfallen kann, bei dem man Raum und Zeit vergisst und alles zum Selbstzweck tut.

Dinge also wieder zum Selbstzweck tun und sich ganz darauf konzentrieren (ohne dass es zu anstrengend wird), ist das Ziel dieser Challenge, wenn man es so nennen möchte. Und noch eine Komponente soll Teil davon sein: Wenn wir im Hier und Jetzt sind, in der Gegenwart, dann können wir auch genau hier Gottes Wirken, seine Gegenwart und seinen Willen – eben hier und jetzt – wahrnehmen und ihm nachgehen. Ob das ganz praktisch heißt, Worte aufzuschreiben, die Gott in uns freisetzt und zu wissen, dass die Kreativität sein Geschenk an uns ist – oder ob wir spüren und wissen, dass wir einen Dienst tun wie Jesus, der seinen Jüngern die Füße wusch, wenn wir mit den Händen im Abwaschwasser stecken und unsere Familie praktisch unterstützen. Wir können diese Hier-und-Jetzt-Momente dafür nutzen, dass wir uns auf die Tätigkeit konzentrieren, aber wir können sie auch aufwerten, indem wir ihren heiligen Wert erkennen und dabei auf Jesus schauen. Mehr als Selbstzweck: Beziehungszweck. Die Beziehung zu Gott tut uns gut. Rehs Blog sagt das im Titel so schön: Gott nahe glücklich.

In den nächsten Wochen laden euch einige christliche Bloggerinnen dazu ein, parallel mit ihnen jeweils eine Woche lang (einmalig oder mehrmals) einen Hier-und-Jetzt-Moment zu schaffen. Sie gehen alle an unterschiedliche Themen und Tätigkeiten heran und erzählen nach der Woche von ihren Erfahrungen. Jeweils in der vorherigen Woche kündigt die letzte Bloggerin an, bei welcher es mit welchem Thema weitergeht. So könnt ihr euch, besonders jetzt in der Adventszeit und zum Jahreswechsel, Inseln für solche Momente schaffen. Schreibt uns gern, wenn das interessant für euch klingt. Natürlich können andere Blogger und Instagramer gerne parallel mitschreiben und ihre Erlebnisse auf den eigenen Kanälen festhalten. Verwendet als Hashtag #bewusstimhierundjetzt und ladet euch gern dieses Banner dafür herunter. Ab 12. Februar ist nach hinten noch Luft, wenn ihr euch offiziell „anmelden“ wollt. :)

Ich freue mich vor allem darauf, Erfahrungen unterschiedlicher Frauen zu lesen, da sich die meisten von uns in unterschiedlichen Lebensphasen befinden. Auf die Tasten, fertig, los!

Wir beginnen offiziell in der Woche vom 11. Dezember mit Martha von www.familienlebenmitgott.wordpress.com zum Thema Klavier spielen – darunter fällt für alle anderen allgemein Musik machen, hören, erleben, tanzen. :) Sollte ich die Zeit haben, beginne ich in der Woche zuvor mit einem Blogpost zum Thema Lesen.

Hier verlinke ich euch alle bereits erschienenen Texte:

Die Klavierwoche von Martha

Ein schönes Wochenende euch!

7 Comments

  1. Was für eine schöne Idee, liebe Anne! Ich hätte auch Lust, mitzumachen – wenn es noch „Bedarf“ gibt ;)
    Liebes Grüßle und morgen viel Freude am ersten Türchen!

    1. Hallo Reh :) ja, gerne! Nächste Woche, in der Woche vom 25.12. und in der vom 12.02. ist noch kein Artikel geplant – und du kannst auch gern parallel mit mir in der Woche vom 18.12. über Zeichnen/Malen schreiben. Meld dich sonst mal per WhatsApp. Danke und schönen Adventsstart dir auch!

  2. Bitte hier entlang (auf meinen Namen klicken) zur Ankündigung von #bewusstimhierundjetzt zum Thema Musik… egal ob singen, Lobpreismusik hören oder selbst musizieren… Ich möchte Klavier spielen und poste am kommenden Montag meine Erfahrungen :-) Liebe Grüße, Martha

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